Unsere Klassenchronik

Quelle: Aus der Maturazeitung (inklusive aller Fehler und Gemeinheiten!!)

1. Klasse
Anfangs waren wir eine durchschnittliche 1. Klasse mit Kindchenschema, wirwurden von den 4. Klassen geärgert, von 8. Klassen mit Wurfsternen beworfen.Im allgemeinen waren wir sehr langweilig.

2. Klasse
Den ersten Klassenbucheintragungenfolgten bald weitere. Das gegenüberliegende Haus wurde mit Tonkügelchenverziert, Wurfgeschoße wie Kakaopackerl oder Kreide machten dieLuft unsicher. Der Schikurs auf derTauplitz war insofern ein Spaß, als daß der proletoide Koch mit Freude unsereTelefongespräche abhörte und sichaufregte, wenn er "Bierfaßl" genannt wurde.

3. Klasse
Anfang unserer kreativen Zeit. ImFrühjahr verbrachte die frankophileGruppe in Toulouse einen typischenAufenthalt mit traurigen Amouren,Streit, Tief- und Hochpunkten. DieEnglischen wurden diskriminiert undhatten normalen Unterricht, rächtensich dafür in der 6. Klasse (siehe dort).Im Turnunterricht wurden Häusergebaut, Wagenrennen und Gladiatorenspiele veranstaltet. Randolf glänztedabei in seiner Rolle als Cäsar in"Caesars Ermordung". Latein verbreitete erstmals wirkliche Angst.Waldheim mußte unter unsererpolitischen Einstellung leiden. DieKlassendisco (Vorhänge zu, UV-Licht,weiße Kleidung leuchtet) mit krebserregenden Neonleuchten wurde baldwieder abgesetzt.

4. Klasse
Der Umzug in den Bau amOrtweinplatz brachte eine Kreativitätin bezug auf pyrotechnische Tätigkeiten mit sich. Die Klasse wurdemit Hilfe von Herrn Prof. U. verschönert. Da das Essen am 1.Schikurs ziemlich mies gewesen war,wurde auf den 2. Schikurs ein Spirituskochher mitgenommen., von demeine Zucchinicremesuppe und einschwarzes Loch im Boden herrührten.Georg fiihrte Schattentheater vor, einElektrisierapparat war da, Mathias W.brachte den weiblichen Teil unsererKlasse ins Schwärmen, Martin undRamin stritten sich jeden Morgen, weram vorhergehenden Abend längerwach geblieben war. Frau Prof. Bohdalhatte als einzige einen Schiunfall, alssie auf der Piste von einem deutschenSchitouristen abgeschossen wurde, dieLichtzeitschaltung am Gang wurde aufeine Minute gestellt, was eine Beaufsichtigung unserer Zimmer erschwerte.Absoluter Höhepunkt war in dieserKlasse wohl der Kauf einer mexikanischen Springmaus namens JohnnyWalker. Anfangs unbekannnt, brachteer erst Putzfraucn, dann auch diverseLehrerinnen zum Entzücken. Ein extraangebohrter Schultisch (Luftlöcher!!! )mit Vorhangeschloss, Laufrad und vielHeu war sein Heim, wir liebten ihnsehr.

5. Klasse
Von hoher Stelle wurde verboten, dieMaus weiter in der Schule zu halten.Johnny Walker verstarb nach kurzemLeiden an einer Hautkrankheit, die vonTinis Hamster übertragen wurde. ImWinterfolgte die Woche mit Winterauf der Winterhüttein Donnersbachwald. Dort lebten wir auf der Pisteunseren sportlichen, im Krispenkellerunseren animalischen Trieb aus. Gele-gentliche Liebeleien unterstrichen dieSchikursatmosphäre.Die Selbstversorgung förderte unsere Kreativität inRichtung "haute cuisine".

6. Klasse
Rückkehr in den sterilen Neubau mitdem wir uns nur sehr langsam anfreunden konnten. Die Franzosenverließen uns wieder und fuhren für 2Wochen nach Paris, um die dortigeKultur zu genießen. Die englischenSchüler fuhren wieder zur Winterhütteum Rad und Schi zu fahren. Dies waraber meist unmöglich, teils aufgrundder hohen Schneelage, teils, weil wirvom Vorabend noch zu müde waren.Diese Tage zogen einige Kontroversenmit der Schulleitung nach sich. Jeneverdichteten sich nach einem Ausflugnach Wien zum "Phantom der Oper",wo einige Schüler den Abend imTanzcafe Seinerzeit (Bier:75.-)verbrachten. Die Wienwoche für diesiebente Klasse wurde gestrichen.

7. Klasse
Wanderklassendasein. Uns wurde vielin die Schuhe geschoben, obwohl wirsehr brav waren da wir doch nachWien fahren wollten. Eine Exkursionnach Mauthausen/Linz wurde veranstaltet, bei der wir die Begleitprofessorinnen zu schätzen lernten.Beide bekamen eine Rose. Die allgemeine Lethargie äußerte sich sowohl inwenig einfallsreichen Pausenbeschäftigungen, als auch in der fehlendenMitarbeit. Fad!

8. Klasse
Alles wurde anders. Wir wurden plötzlich reif: Bei der Exkursion nach Wien(die Bemühungen in der 7. Klasse hatten sich gelohnt) spielten wir Tischfußball(Volker/Andi: Wolfi/Martin125:24!!). Knaben bekamen längereHaare, Bartwuchs, wurden Männer,Mädchen -äh- blieben so fad wie immer. Kinderkonditionieren stand ander Tagesordnung.


Zurück zum Klassentreffen