Jüdisch
-> Israel
-> Religion
-> Priester und Rabbis
-> Bekehrte und Getaufte
-> Antisemiten
Kohn liegt im Sterben:
- Du, meine treue Frau Esther, bist du da?
- Ja, Ephraim, ich bin da!
- Und du, meine liebe Tochter Sarah, bist du auch da?
- Ja, Vater, ich bin da.
- Mein Erstgeborener, Samuel, bist du hier?
- Ja, Vater, ich bin hier.
- Und du Moische, bist du auch da?
- Ja, Vater, selbstverständlich bin ich da!
- Wer, verdammt, bleibt denn im Laden?!
Kohn hatte eine schwere Auseinandersetzung mit Grün. Kohn hat
Gewissensbisse, so geht er zum Rabbiner:
- Rebbeleben, wie kann ich die Sache in Ordnung bringen?
- Du musst dich bei ihm entschuldigen!
- Geht es nicht anders?
- Nein.
- Ja, und kann man das auch telefonisch machen?
- Eigentlich schon.
Kohn ruft Grün an:
- Ist dort das Wasserwerk?
- Nein, ich bin Grün.
- Entschuldigen sie bitte.
- Aber, Herr Kohn, wie könne sie nur in so einem zerfetzten Kaftan
herumlaufen?
- Hier weiß jeder, wer ich bin!
- Ja, und wenn sie in die Stadt gehen?
- Wer weiß dort schon, wer ich bin?
Ein junger Mann und ein älterer Jude sitzen während einer
längeren Zugfahrt gemeinsam im Abteil. Zwischendurch fragt
der junge Mann nach der Uhrzeit, doch anstelle zu antworten
schaut der alte Jude nur grunzend aus dem Fenster. Das
wiederholt sich mehrmals und irgendwann gibt der junge
Mann auf.
Als sie am Zielbahnhof aussteigen spricht der alte Mann
plötzlich:
"Sie wollten wissen wie spät es ist? Es ist jetzt 18:30."
Der junge Mann ist irritiert und will wissen, was das sollte.
Der alte Jude erklärt:
"Nun, ganz einfach. Sie haben mich nach der Uhrzeit gefragt.
Ich sage Ihnen die Uhrzeit. Wir kommen ins Gespräch. Sie
erwähnen, daß Sie noch nie in hier in meiner Heimatstadt
waren und demnach niemanden kennen. Also lade ich Ihnen
zum essen ein. Sie kommen bei mir zuhause vorbei und
lernen meine Tochter kennen. Sie finden Gefallen an ihr und
sie findet Gefallen an Ihnen und Sie wollen sich verloben. Und
jetzt frage ich Sie: Was soll ich mit einem Schwiegersohn, der
sich nicht mal eine Uhr leisten kann?"
Zwei deutsche Mädchen schwärmen von Liebesglück.
Die eine: "Ach, wann endlich wird mein Siegfried kommen?"
Die andere, befremdet: "Ilse, muß es denn ein Jude
sein?"
Der Rekrut Salomonsohn beschwert sich bei seinem
Korporalschaftsführer, man habe ihm ein Stück Speck aus
dem Spind gestohlen. Dieser läßt die Korporalschaft antreten
und fragt: "Wer von euch hat dem Juden den Speck
gestohlen?", dann, sich besinnend: "Aber hären Sie mal, Sie
als Jude dürfen doch keinen Speck essen!"
"Ich hab ihn auch nicht zum Essen, Herr Unteroffizier! Ich
brauch ihn nur, wenn ich mer hab 'n Wolf gelaufen. Dann
reib ich mir die Kimme damit ein."
Da tritt der Stubengefreite vor und meldet: "Herr
Unteroffizier, Musketier Meier zwei kotzt..."
Vor dem Stephansdom in Wien.
"Tate, was ist das für ein Haus mit dem hohen Turm?"
"Mottele, das solltest du schon wissen: das ist eine Kirche."
"Was ist eine Kirche?"
"Nun, die Goim sagen, da wohnt der liebe Gott drinnen."
"Aber Tate, der liebe Gott wohnt doch im Himmel!"
"Sollst recht haben: wohnen tut er im Himmel. Aber da
drinnen hat er sein Geschäft."
Zollvisitation an der französisch-deutschen Grenze. Der
Zollbeamte fördert aus dem Koffer Lembergers eine bauchige
Flasche zutage: "Und was ist das?"
"Lourdeswasser, bloß Lourdeswasser."
Mißtrauisch öffnet der Zöllner die Flasche: sie enthält
puren Cognac!"
Lemberger staunt: "Was, schon wieder ein Wunder!"
Was ist ein außerirdischer Nichtjude?
Ein Allgäu.
Berlin 1941, auf dem Kudamm neben dem Kranzler:
Ein Blinder streckt bettelnd die Hand aus. Vor der Brust trägt er ein großes Schild mit der Aufschrift: Nehme nichts von Juden!
Besonders die SA-Leute und die Soldaten scheinen sich an diesem Anblick zu erfreuen geben dem Blinden reichlich.
Kohn steht ein paar Meter abseits und beobachtet das Geschehen. Das Schild, das der Blinde trägt, schmerzt ihn sehr. Also faßt er sich ein Herz, geht zu dem Blinden und sagt:
"Mein Herr, ich gebe ihnen, was sie wollen - nur um Himmels willen, werfen sie das furchtbare Schild auf ihrer Brust weg!"
Da richtet sich der Blinde auf und sagt:
"Sie, wellen se mir nebbich geben eijzes, wie mer macht bei die deitschen verbrecher geschäft´n?"
Schloime Feigenstock sitzt im Zug Krakau - Tarnow und
ißt marinierte Heringe. Die Köpfe legt er beiseite. Ihm
gegenüber sitzt ein polnischer Angestellter. Sie kommen
ins Gespräch und der Pole will wissen: "Wie kommt es,
daß Ihr Juden so gescheit seid?"
"Das kommt vom Heringessen", erklärt Feigenstock.
"Besonders klug wird man vom Essen der Köpfe."
Der Pole denkt nach. Dann bittet er: "Verkauf mit doch
etwas von Deinen Heringköpfen!"
"Gut", sagt Feigenstock gnädig. "Aber sie kosten das
Stück einen Zloty."
Der Pole zahlt für fünf Köpfe fünf Zloty, würgt sie herunter,
sitzt lange mißmutig da und meint schließlich:
"Eine
Gemeinheit von Dir! Für fünf Zloty hätte ich doch an der
nächsten Station fünf ganze Heringe kaufen können!"
"Ganz richtig", bestätigt Schloime, "Du siehst: die Köpfe
beginnen bereits bei Dir zu wirken!"
Ein Jude sitzt neben einem fremden Herrn im Varieté.
Ein Vortragskünstler tritt auf. Der Jude dreht sich seinem
Nachbarn zu und flüstert:
"Einer von unsere Leut!"
Eine Sängerin tritt auf.
"Auch von unsere Leut", sagt der Jude.
Ein Tänzer kommt auf die Bühne.
"Auch von unsere Leut", erkl?rt der Jude.
"Jesus Maria!" stöhnt der Nachbar angewidert.
"Auch von unsere Leut", bestätigt der Jude.
Bei der amerikanischen Armee war Pokern verboten. Ein
Katholik, ein Protestant und ein Jude haben dennoch
gepokert. Sie sollen sich vor Gericht verantworten.
Der Katholik -- "Ich schwöre bei der Heiligen Maria, ich
habe nicht gepokert!"
Der Protestant beruft sich auf Martin Luther und schwört
ebenfalls, nicht gepokert zu haben.
jetzt wird der Jude zum Eid aufgerufen.
Er sagt: "Nu, Herr Richter, kann ich mit mir allein pokern?"
Der alte Dichter Kazisne hot abgeholtn in an literarische Zirkle an
Leseobend.
Hot am Ende der Vorstand gerufen: "Soll lebn der Dichter Kazisne!"
Hot Kazisne still gefregt: "Von wos?"
"Reb Koppel ist gestorben. Gehst du zu seinem Begräbnis?"
"Warum sollte ich? Wird er zu meinem kommen?"
Im Zug von Krakau nach Rzeszow unterhält sich ein junger
polnischer Offizier, sichtlich aus der jüdischen
Intelligenzschicht stammend, mit einem alten Kaftanjuden.
Wie sie sich einem kleinen Ort nähern, erklärt der alte Jude
mit tränenerstickter Stimme: "Sehen Sie, Herr Leutnant, an
diesem Ort, da is mein armer Vater - er ruhe in Frieden -
elend zugrunde gegangen..."
Der Offizier springt auf und salutiert ehrerbietig bis der Ort
passiert ist.
"...und hier", fährt der alte Jude fort, wie das nächste Dorf in
Sicht kommt, "hat er sich wieder etabliert."
Abraham steht auf der Straße, schaut hoch zu einem Fenster
im zweiten Stock und ruft:
"Sarah, Sarah!"
Das Fenster öffnet sich und Sarah antwortet:
"Abraham, Du bist es! Was mecht' er mir sagen?"
"Sarah, ist Dein Mann zu Haus'?"
"Nein", antwortet Sahrah. Sagt Abraham:
"Dann mach' auf! Ich komme hoch und wir machen Liebe!"
"Bist meschugge?", so Sarah. "Bin ich kei' Hure!"
Abraham: "Wer spricht denn von bezahlen?"
Zugabteil. Ein Hauptmann und ein Jude sitzen einander
gegenüber. Der Jude nimmt aus der Tasche ein Zigarrenetui,
holt eine Zigarre heraus, schneidet die Zigarrenspitze ab,
steckt sich die Zigarre in den Mund und nimmt eine
Streichholzschachtel heraus. Als das Streichholz aufflammt,
springt der Hauptmann auf, reißt dem Juden die Zigarre aus
dem Mund und wirft sie in hohem Bogen aus dem Fenster:
"Hier wird nicht geraucht!!"
"Aber ich habe doch gar nicht..."
"Hier werden auch keine Vorbereitungen getroffen!"
Dann nimmt der Hauptmann eine Zeitung hervor und faltet
sie auseinander. Bevor er einen Blick hineinwerfen kann,
reißt ihm der Jude die Zeitung aus der Hand und wirft sie aus
dem ebenfalls Fenster.
Der Hauptmann: "Was erlauben Sie sich!?"
Der Jude: "Hier wird nicht geschissen!"
Hauptmann: "Aber ich habe doch überhaupt nicht
geschissen!"
"Hier werden auch keine Vorbereitungen getroffen!"
Goldmann zu Schmuel: " Was ist grün, hängt an der Wand und pfeift ?"
Schmuel: "Keine Ahnung ?"
Goldmann: "No, a Hering !"
Schmuel: "Na, der ist doch nicht grün ! "
Goldmann:" Kannst ihn grün anstreichen...."
Schmuel: "Na, der hängt doch aber nicht ander Wand ! "
Goldmann: "Kannst ihn hinhängen...."
Schmuel: "No, der pfeift aber nicht !"
Schmuel: "No ja, pfeift er halt nicht....
Schmul und Goldenstein gehen nach Hause in ihr Dorf, es ist schon
ziemlich dämmerig, als ein kleines Tier über den Weg huscht.
"Du, Schmul, war das jetzt ein Ratz?"
"Ja, Goldenstein, wie soll ich das wissen, bin ich Kürschner?"
Kimmt der alte Kaufmann Wunder, achtzig Johr is er, zum Rabbiner und
fregt: "Nu, Rabbi, bin ich im Sommer achtzig Johr geworden, und Rebecca
meiniges, wo ist achtzehn, bekommt a Kind."
Der Rebbe studiert und segt: "Is des Kind von Dir, so is es a Wunder. Is
des Kind net von Dir, na, is des a Wunder?"
Der kleine Jossele kommt zum Vater: "Tatele, Tatele, kannst du mir
sagen wos ist der Unterschied zwischen dir und Mamele?" - "Oj", sagt
der Vater, "Jossele, das is aber a schwere frag. Weißt was Jossele,
gehst du zu Mamele, fragst sie, wird sie dir sagen was ist der
Unterschied."
Jossele geht zu seiner Mutter: "Mamele, Mamele, kannst du mir nicht
sogn was ist der Unterschied zwischen dir und Tatele? War ich bei
Tatele, hat er mir nicht kennen sagen. Hat er gesagt, du wirst mir
sagen." Sagt die Mutter: "Oj, Jossele, dos ist a schwere Frog. Weißt
was, Jossele, gehst am besten zum Rebbe. Der wird dir bestimmt kennen
gebn a gute jiddische Antwort auf dei Frog."
Der arme kleine Jossele geht zum Rabbi: "Rebbe, kannst du mir nicht
sogn wos ist der unterschied zwischen Mamele und Tatele? War ich bei
Tatele, war ich bei Mamele, habm beide nicht kennen mir sagn."
Sagt der Rabbi: "Jossele, das ist doch a leichte Frog! Sag, Jossele,
welche Schuhgräße hat dein Tate?" Sagt Jossele: "43." Der Rabbi: "Und,
Jossele, welche Schuhgräße hat dein Mame?" Sagt Jossele: "37." Sagt
der Rabbi: "Siehst es Jossele, Unterschied liegt zwischen die Fiiß."
Israel
Tel Aviv. Der junge Cohn hat es bei seiner Musterung nach drei Stunden
endlich geschafft, den Stabsarzt davon zu überzeugen, daß er -- Cohn
-- vollständig blind sei.
Um seine Ausmusterung zu feiern, geht er am selben Abend ins Kino.
Sein Schrecken ist groß, als er bemerkt, daß direkt neben ihm der
Stabsarzt von der Musterung sitzt. Doch schnell hat er sich gefaßt,
tippt dem Arzt auf die Schulter und fragt: "Entschuldigung, Fräulein,
bin ich hier richtig im Autobus nach Haifa?"
Im Sechstagekrieg: Ein israelischer Panzer fährt in der Negev-Wüste.
Plötzlich springt ein Araber hervor, feuert aus dem Kalatschnikow das
ganze Magazin leer auf den Panzer. Neues Magazin, wieder alles
verschossen. Der Araber bleibt versteinert stehen, er erwartet nun den
Tod.
Der Turm des Panzers öffnet sich:
- So, Ibrahim, hast du keine Munition mehr?
- Allahuakbar, so ist es!
- Kaufst du welche?
Weiss zu Kohn: "Und, haben Sie schon ein Schreiben von
Ihrem Sohn in Deutschland erhalten?" "Ja, furchtbare Sache,
sein Job ist weg, er konnte die Miete nicht zahlen und man hat
ihn mitsamt den drei Kindern aus der Wohnung geworfen,
die Frau liegt krank im Spital, den Schwiegervater
haben Skinheads zusammengeschlagen..." "Und wieso sind
Sie so fröhlich?" "Ein Hebräisch schreibt er, einfach
traumhaft!"
"Zionisrnus", meinte seinerzeit ein jüdischer Berliner
Rechtsanwalt, "ist eine schöne Sache. Was mich persönlich
betrifft, so möchte ich, sobald der jüdische Staat
besteht, Konsul in Berlin werden."
Nach einem alten Glauben werden dem Kommen des
Messias besonders verruchte und traurige Zeiten vorangehen.
"Alle Merkmale der messianischen Zeit
sind heute da - die Armut, die Not, die Verderbtheit, die
Herrschaft der Dreisten - nur der Esel fehlt, auf dem der
Messias einreiten soll, denn alle Esel sind inzwischen zu
politischen Führern avanciert. "
Ein Jude mußte aus seiner bisherigen Heimat flüchten.
Nun betritt er in Israel das Land und seufzt:
"Zweitausend Jahre haben wir umsonst um Rückkehr
gebetet - und ausgerechnet mich muß es nun treffen!"
Im Mittelmeer begegnen sich zwei Dampfer. Der eine
kommt aus Israel, der zweite fährt hin. Auf beiden
Dampfern stehen auf dem Verdeck Juden, Einwanderer
nach Israel auf dem einen, Rückwanderer auf dem andern.
Als die Passagiere beider Schiffe auf Sichtweite an
der Reling lehnen, machen sie sich gegenseitig das Idiotzeichen, indem sie sich mit dem Finger an die Stirn tippen.
"Herr Doktor, was haben Sie gegen den Zionismus?" -
"Prinzipiell nichts. Nur ein paar einzelne Einwände:
Erstens, warum habt ihr euch ausgerechnet Palästina
ausgewählt? Im Norden Sumpf, im Süden Wüste.
Habt ihr kein besseres Land finden können? Zweitens,
warum wollt ihr unbedingt eine tote Sprache wie Hebräisch
dort sprechen? Und drittens verstehe ich nicht, weshalb
ihr euch ausgerechnet die Juden ausgesucht habt.
Es gibt sympathischere Nationen."
Am Pier von New York redet ein alter, zerlumpter Jude
auf den Kapitän eines nach Israel fahrenden Schiffes ein:
"Herr Kapitän, haben Sie ein Mitleid mit einem sterbenden
Juden! Nehmen Sie mich um Gotteslohn mit nach
Israel, damit ich begraben sein kann im Lande meiner
Väter!"
Der Kapitän erbarmt sich und nimmt den Bittsteller mit.
Aber bei der Ausfahrt aus Haifa steht derselbe Mann
wieder am Pier und fleht, der Kapitän möchte ihn doch
wieder nach New York zurückbringen.
"Wissen Sie", erklärt er, "mein Leiden hat sich gebes-sert.
In Israel sterben - ja. Aber leben?!"
Bibelquiz des Radio Jerusalem. Der Sprecher verkündet:
"Erster Preis: eine Woche Aufenthalt in Israel. Zweiter
Preis: drei Wochen Aufenthalt in Israel. Trostpreis: ein
Jahr Aufenthalt in Israel."
Ein Jude wird im kommunistischen Polen verhört: "Sie
haben Verwandte im Ausland?"
"Nein. "
"Was heißt: Nein? Wer ist David Cohn in Tel Aviv."
"Das ist mein Bruder. "
"Wer ist Chaia Goldbaum in Haifa?"
"Das ist meine Schwester. "
"Zum Donnerwetter, ich frage nun nochmals: Haben Sie
Verwandte im Ausland, ja oder nein?"
"Nein, bestimmt nicht! Von der ganzen Familie bin ich
der einzige, der im Ausland lebt. "
Ein jüdischer Tourist trifft in Israel einen früheren Bekannten
aus Europa und fragt:
"Wie lange bleiben Sie hier?"
Der andere seufzt: "Lebenslänglich. "
Religion
Grün zum Rabbi: "Rebbe, Ihr sagt, der Liebe Gott sieht alles. Sieht er
dann auch in meinen Keller?"
Rabbi: "Natürlich."
Grün: "Oj, Rebbe, schon verloren. Ich hab gar keinen Keller!"
Der Steuerprüfer besuchte die Synagoge. Der Rabbi begleitet ihn.
"Sagen Sie, Rabbi" fragte der Steuerprüfer, "was machen sie mit den
Krümeln, nachdem sie das ganze Brot verteilt haben?"
"Oh", sagte der Rabbi, "wir kehren die Krümel vorsichtig zusammen und
schicken sie in die Stadt, woraus dann neues Brot gebacken wird und an
uns zurückgeschickt wird."
"Aha, und wie steht es mit den abgebrannten Kerzen. Was macht ihr mit
den Enden?"
"Oh, wir schicken sie auch in die Stadt, woraus dann neue Kerzen
gefertigt werden und diese werden an uns zurückgeschickt."
"Und wie steht es mit den Beschneidungen. Was machen Sie mit den
übriggebliebenen Stücken?"
Genervt erwiderte der Rabbi "Wir schicken sie auch in die Stadt"
"So So, in die Stadt. Und was schicken die zurück?"
"Na, heute haben die uns SIE geschickt."
Itzig zu Scholem: "Die ganze Stadt tuschelt, du glaubst
nicht an Gott." Scholem sagt nichts. "Komm, ich bin dein
Freund, mir kannst du es erzählen." Scholem sagt immer
noch nichts. "Nun mach schon!" "Gut, ich werde es dir
morgen erklären."
Tags darauf: "Und?" "Gut, wenn du es unbedingt wissen mußt:
Ich glaube nicht an Gott." "Das hättest du mir doch
schon gestern sagen können." "BIST DU MESCHUGGE -
AM SCHABBES?"
Der Rabbi erzählt: "Eines Tages fand ein armer Holzhacker
einen Säugling mitten im Walde. Wie sollte er ihn ernähren?
Er betete zu Gott, und da gaschah das Wunder: Dem
Holzhacker wuchsen Brüste, und er konnte das Kind
säugen."
"Rabbi", wendet ein Schüler ein, "die Geschichte gefällt mir
nicht. Warum so eine ausgefallene Sache mit Brüsten bei
einem Mann? Gott ist allmächtig; er konnte einen Beutel Gold
neben den Säugling legen, dann hätte der Holzhacker eine
Amme gedingt."
Der Rabbi klärt lange und entscheidet: "Falsch! Warum soll
Gott ausgeben bares Geld, wenn er auskommen kann mit
einem Wunder?"
Der Oberrabiner von Jerusalem ist auf Dienstreise in England.
An einem Morgen wacht er sehr früh auf. Es ist Jom Kippur. Er tritt auf den Balkon seines Hotels und blickt direkt auf den Golfplatz. Er denkt sich: "So früh
am Morgen wird mich keiner entdecken!"
Er holt also seine Golfausrüstung und geht zum Abschlag des
ersten Lochs.
Oben im Himmel sagt ein Engel zu Gott: "Siehst Du, was der
Oberrabbiner von Jerusalem am Jom Kippur macht? Willst
Du ihn dafür nicht bestrafen?"
Gott nickt. Der Oberrabiner schlägt ab und trifft das Loch mit
dem ersten Schlag: ein 'Hole-in-one' - das allergrößte und
allerseltenste Ereignis für einen Golfer.
Engel: "Das verstehe ich nicht - Du wolltest ihn doch
bestrafen?!"
Gott: "Das habe ich doch! Denn wem kann er das jetzt
erzählen?"
Kalman erblickt am Jom Kippur, dem Versöhnungstag,
seinen Konkurrenten und Feind im Betsaal, streckt ihm
versöhnlich die Hand hin und sagt: "Ich wünsche dir alles, was
du mir wünschest!"
"Fängst du schon wieder an!?"
Ein Chassid, ein Jude von mystisch gefärbter Frömmigkeit,
erzählt mit leuchtenden Augen von seinem verehrten Rabbi:
"Eines Tages sah unser Rabbi im Haustor eines jüdischen
Hauses einen Knaben Schweinespeck kauen. Er hob zornig
den Arm und dekretierte: 'Das Haus soll über dem Sünder
zusammenbrechen!' Dann aber besann er sich und rief: 'Halt!
Um der Gerechten willen, die auch in dem Hause wohnen,
möge das Haus stehen bleiben!' Und denkt euch das Wunder:
Das Haus blieb stehen!"
Ein Mitnaged (Skeptiker): "Die meisten Wunder von Rabbis
weiß man nur vom Hörensagen. Ich aber will euch erzählen,
was ich selber erlebt habe: Eine Frau brachte weinend ihr
totes Kind zum Rabbi und bat: 'Macht mir mein Kind wieder
lebendig!'
Der Rabbi sprach: 'Das Kind soll aufstehen!'
Die lauschenden Chassidim fragen aufgeregt: "Und, ist das
Kind aufgestanden?"
"Ach wo", sagt der Mitnaged, "es ist tot liegen geblieben."
"Aber das ist doch kein Wunder!"
"Nu, Wunder ist es keins, aber dabei bin ich gewesen."
Der Zug hält an einer kleinen ungarischen Bahnstation. Auf
dem Bahnsteig bietet eine Bäuerin leckere Salami an.
"Schade, daß diese Würste trefe sind!", meint einer der jüdischen Fahrgäste bedauernd.
"Unsinn", sagt ein anderer, "ich werde gleich beweisen, daß
die Würste koscher sind." Er winkt die Bäuerin heran und
fragt sie streng: "Haben Sie trefene Würste?"
Die Bäuerin hat das Wort natürlich noch nie gehört: "Nein!"
Der Jude dreht sich triumphierend um: "Da seht ihr!"
Drei Freidenker wetten, wer von ihnen am besten lügen kann.
Der erste: "Ich! Hört zu: Der Messias wird kommen."
"Nein, ich", sagt der zweite, "die Toten werden auferstehen."
"Pst", warnt der dritte, "Gott hört euch beide!"
Die ersten beiden: "Er hat gewonnen!"
Drei fromme Juden rühmen sich ihrer Guttaten.
"Letzten Winter", erzählt der erste, "sehe ich eine Frau im
Fluß untersinken. Ich fürchte mich vor kaltem Wasser. Na -
ich spucke auf die Kälte, springe ins Wasser und rette die
Frau!" Der zweite erzählt: "Das Haus meines Nachbarn steht
in Flammen. Ich fürchte mich vor dem Feuer. Na - ich
spucke auf das Feuer, springe hinein und rette den
Nachbarn!" Der dritte erzählt: "Ich erhalte plötzlich ein
Telegramm, daß mein Vermögen in Paris in höchster Gefahr
ist, ich soll sofort hinkommen. Und dabei ist Schabbes! Na -
ich spucke auf den Schabbes, springe in den Zug und rette
mein Vermögen."
Samuel weiß nicht, wie er herausbekommen kann, was sein
jüngster Sohn David im Beruf werden wird. Zu diesem
Zwecke befragt er den Bruder Isaak, dieser rät ihm folgendes:
"Nehme die Torah, ein Faß Wein und einen Geldbeutel.
Biete diese deinem Sohn zur Wahl an. Nimmt er die Torah,
wird er Rabbi, nimmt er das Weinfaß ,wird er Säufer und
nimmt er das Geldbeutel, wird er Bankier."
Gehört und ausprobiert. Der Samuel kommt nach Hause, legt
die genannten Gegenstände auf den Tisch und sagt zu David:
"Nun mein Sohn, nimm was dein Herz begehrt!"
Nach kurzem Nachdenken nimmt David alle drei
Gegenstände und freut sich sehr darüber.
Der Vater ist dagegen entsetzt:
"Um Gottes willen, der wird ja katholischer Priester..."
David spricht mit einem Rabbi:
"Ist mir passiert folgendes: War Familie bei mir und jetzt,
Regenschirm ist weg! Was soll ich tun? Kann ich doch nicht
beschuldigen wen aus Familie."
Der Rabbi überlegt und gibt folgende Antwort:
"Lade geanze Familie ein und mach Bibellesung. Lies die
zehn Gebote. Wenn Du kommst zu Stelle: 'Du sollst nicht
stehlen' schau in Runde und du wirst wissen wer Schirm hat."
David bedankt sich und zieht von dannen. Vierzehn Tage
später trifft der Rabbi David wieder und erkundigt sich nach
dem Verlauf der Geschichte. David ist überglücklich und
schildert dem Rabbi:
"Hab ich gemacht Lesung aus Bibel. Alle haben zugehärt. Bin
ich gekommen zu Stelle: 'Du sollst nicht ehebrechen' - und schon hab ich gewußt, wo ich den
Schirm hab stehen gelassen..."
Reformwitz:
Die kleine Ilse Kohn unter dem Weihnachtsbaum:
"Mama, feiern eigentlich die Christen auch Weihnachten?"
Zwei Juden kommen in den Vatikan und wollen den Papst
sprechen. Die Schweizer Garde fragt, ob es nicht auch
möglich wäre, das schriftlich zu erledigen. Dies wird strikt
verneint und erklärt, daß es sich um eine ganz private
Angelegenheit handele.
Nach langer Diskussion werden sie beim Papst vorgelassen
und er fragt sie, worum es sich bei dieser Angelegenheit
handele.
Darauf fragt ihn einer der beiden Juden:
"Entschuldigen's mei Herr. Kennens nicht den Jesus Christus
und seine Jünger, bittschön?"
"Aber ja doch", erwidert der Papst.
"Da wäre noch eine unbezahlte Rechnung für ein
Abendessen..."
Gründe, die für Chanukka sprechen:
- Man muß nicht Tage damit verbringen, die Tannennadeln aus dem Teppich zu picken
- Man muß nicht bis nach Neujahr von der Weihnachtsgans essen
- Jehuda HaMakkabi ist ein noch viel komischerer Kauz als Knecht Ruprecht
- "Maoz Tsur" schlägt "Stille Nacht" um Längen
- Du hast nie eine "stille Nacht" wenn du mit Juden feierst
- Du brauchst keine Angst zu haben, daß der Chanukka-Leuchter in Flammen aufgeht
- Heino singt keine Chanukka-Lieder
- Du mußt keinen Lametta an den Chanukka-Leuchter schmeißen, der dir ständig an den Schuhen klebt
- Einen Chanukkaleuchter kann man leichter ins Fenster stellen als einen Weihnachtsbaum
- Dein Vater zieht sich nicht wie der Oberrabiner an und behauptet er sei durch den Kamin gekommen
- Es gibt keine ungenießbaren Billig-Schokoladenmänner
- Du hast nicht Tage und Wochen Streß, das Chanukkaessen vorzubereiten (den Streß heben wir uns für Pessach auf)
- Der Bundespräsident hält keine Chanukkaansprache
- Du mußt nicht befürchten, das Chanukka auf ein Wochenende fällt
"Chaim, der Rebbe meint, der Messias wird bald kommen!"
"Gott behüte! Da wird doch meine ganze Verwandtschaft
seit der Erschaffung der Welt auferstehen - und sie werden
alle zusammen herkommen und bei mir wohnen wollen!"
"Die Leute reden alle davon, der Messias werde bald
kommen. Weißt du, Rifke, ich freue mich gar nicht darüber.
Da werden wir doch alles im Stich lassen und nach
Israel ziehen müssen. jetzt, wo wir endlich so ein hübsches
Haus haben!"
"Sorg dich nicht, Moische, Gott hat uns vor Pharao und
vor Haman geschützt - er wird uns auch vor dem Messias
bewahren!"
Die Frau kommt mit einer großen Neuigkeit nach Hause:
"Der Messias ist gekommen!"
Der Mann: "Das ist ja Unsinn!"
Die Frau: "Gar kein Unsinn! Du kennst den christlichen
Metzger? Ein anständiger Mann, nicht wahr?
Und du gibst zu, daß er noch nie gelogen hat?
Nun also, er hat es gesagt!"
Priester und Rabbis
Ein Rabbi und ein gerade beförderter katholischer Monsignore fahren im Zug.
Der Monsignore kann es nicht lassen und speilt auf seine Beförderung an.
Der Rabbi stellt sich dumm und fragt ihn über seine weiteren
Auftstiegschancen aus. Sie kommen darauf, daß der Rabbi zwar mal irgendwann
Oberrabbiner von Jerusalem werden könnte aber der Monsignore plustert sich
mit dem möglichen Papstamt auf. Der Rabbi gibt sich ziemlich unebeeindruckt,
schließlich ruft der Monsignore: "Das Papstamt ist das höchste der Welt, nur
der Heiland selbst steht über ihm!" Darauf der Rabbi: "Sehen Sie, selbst das
könnten Sie bei uns noch werden."
In einem gottverlassenen Nest in Galizien haben sich der
Rebbe und der katholische Priester als einzige Intellektuelle
weit und breit angefreundet.
Der Rebbe ist neugierig auf die Beichtpraxis. Nach langem
Zögern ist der Pfarrer bereit, den Rebben in die
dunkle Nische mitzunehmen und lauschen zu lassen.
Es kommt eine Frau: "Heiliger Vater, ich habe schwer gesündigt.
Ich habe meinen Mann einmal betrogen."
"Ja, meine Tochter, das ist eine große Sünde. Ich werde
den lieben Gott bitten, er soll dir verzeihen. Zur Buße
sollst du ein Vaterunser sagen und zehn Gulden für den
heiligen Antonius geben."
Es kommt wieder eine Frau. Sie hat ihren Mann zweimal
betrogen.
Der Pfarrer befiehlt: "Du wirst zwei Vaterunser sagen und
dem heiligen Antonius zwanzig Gulden spenden."
Plötzlich greift sich der Pfarrer an den Leib und jammert:
"Mir ist nicht gut. Ich komme gleich wieder." - Der Rebbe
bleibt still sitzen.
Wieder kommt eine Frau:
"Heiliger Vater, ich habe gesündigt, ich habe meinen
Mann einmal betrogen."
Der Rebbe beweist, daß er großartig begriffen hat:
"Meine liebe Tochter, das ist eine schwere Sünde. Ich
werde den lieben Gott bitten, daß er dir vergibt. Zur Buße
wirst du drei Vaterunser sagen, dem heiligen Antonius
dreißig Gulden spenden, und du darfst deinen Mann noch
zweimal betrügen."
In Lemberg erzählte man sich folgende Geschichte:
Ein katholischer und ein evangelischer Geistlicher sind
zusammen mit einem Rabbiner beim Papst zur Audienz
zugelassen.
Der Papst spricht zum Katholiken: "Sie, als Angehöriger
unserer Kirche, dürfen mir die Hand küssen."
Dann wendet sich der Papst an den evangelischen Pfarrer:
"Trotz allem sind Sie schließlich Christ. Ich erlaube Ihnen,
meinen Fuß zu küssen.ü
Hierauf wendet sich der Papst zum Rabbiner.
Bevor der Papst aber noch etwas sagen kann, dreht sich
dieser um und sagt: "Ich kann es mir schon denken. Ich
geh!"
Pfarrer zum Juden:
"Ich will Ihnen eine hübsche Geschichte erzählen: Ein
Jude wollte in den Himmel. Petrus wies ihn ab. Der Jude
versteckte sich aber hinter der Türe, und als Petrus nicht
achtgab, schlüpfte er hinein ... Drin war er nun, und man
konnte ihn auf keine Weise loswerden.
Aber Petrus hatte einen großartigen Einfall - Er ließ vor
der Himmelstüre draußen die Versteigerungstrommel
schlagen - da rannte der Jude schnell hinaus, und Petrus
schloß hinter ihm zu."
Der Jude - "Die Geschichte ist noch nicht fertig. Durch
die Anwesenheit des Juden war der Himmel entweiht und
mußte neu geweiht werden. Man suchte daher im ganzen
Himmel nach einem Pfarrer - es war kein einziger zu
finden!"
Im Wiener Kaffeehaus gibt es eine Unzahl von Bezeichnungen
für Kaffeearten: Melange, Schale Gold, Kapuziner
usw.
An zwei benachbarten Tischen des alten Café Fenstergucker
kamen vor dem Krieg ein Mönch aus dem nahen
Kapuzinerkloster und ein Rabbiner zu sitzen.
Der Rabbiner bestellt, mit einem maliziösen Blick auf
seinen Nachbarn, einen kleinen Kaprizen!
Der Kellner zum Mönch: "Und Sie, Hochwürden?"
"Mit bringen Sie einen kleinen Rabbiner! Nun, einfach dasselbe, nur mit ein bißchen weniger
Haut."
Ein alter Jude wird vor einer Kirche überfahren. Der Pfarrer
rennt zu ihm und flüstert ihm ins Ohr: "Glaubst du an
den Vater, den Sohn und den heiligen Geist?"
Der Jude verdreht die Augen: "Ich sterbe - und der da gibt
mir Rätsel auf!"
Ein katholischer und ein anglikanischer Geistlicher und
ein Rabbi gehen nach einem ökumenischen Treffen durch
die Straßen ihrer Gemeinden. Sie sind erschrocken, als
sie hinter einer Gardine ein Pärchen bei der angenehmsten
Beschäftigung der Welt - ohne heruntergelassene
Vorhänge - sehen. Nach einem genauen Blick verkündet
erleichtert der Katholik, nein, diese Unverschämten gehören
nicht zu seinen Schäfchen. Gefragt nach dem Grund
seiner Überzeugung bedeutet er mit einer breiten Geste:
"Kein Kreuz zu sehen!"
Auch der Reverend atmet erleichtert auf. Diese Schande
fällt auch nicht auf Kongregation. Auch bei sorgfältiger
Untersuchung sei keine Bibel zu finden!
Der Rabbi dreht sich nach einem flüchtigen Blick verschämt
zurück.
"Ich fürchte", verkündet er traurig, "sie sind aus meiner
Gemeinde!"
Die anderen versuchen ihn zu trösten. Er könne sich
irren, wie wolle er dies mit solcher Sicherheit sowas behaupten?
Doch der Rabbi besteht auf seinem Urteil:
"Die Teppiche sind sehr geschmackvoll abgestimmt..."
Ein Minister, ein Priester und ein Rabbi machen einen
gemeinsamen Ausflug. Es war ein sehr heißer Sommertag
als sie plötzlich an einen einsamen Waldsee kamen.
Sie schauten sich um und da niemand da war, der sie
sehen konnte zogen sie sich splitternackt aus und nahmen
ein erfrischendes Bad. Ihre Freiheit genießend,
ging das nackte Trio Beeren pflücken als plötzlich eine
Gruppe Frauen aus ihrer Stadt entgegen kam. Da sie
ihre Kleidung nicht mehr rechtzeitig erreichen konnten,
bedeckte der Minister und Priester das Geschlechtsteil
mit den Händen, der Rabbi jedoch bedeckte sein Gesicht
und sie rannten davon. Nachdem die Frauen weg
waren und sie wieder angezogen waren, fragten der Minister
und der Priester den Rabbi, weshalb er denn sein
Gesicht und nicht sein Geschlechtsteil bedeckte? Der
Rabbi antwortete: "Ich weiß nicht genau wie es bei euch
ist, aber in MEINER Gemeinde erkennt man mich an
meinem Gesicht."
Bekehrte und Getaufte
Dr. Weinlaub steht unmittelbar vor der Taufe. Er zieht
einen christlichen Kollegen in die Ecke und fragt:
"Sagen Sie, was zieht man da an?"
Der Kollege kratzt sich am Kopf und meint schließlich:
"Ja, wie soll ich das wissen? Wir tragen die Windeln."
Der Berliner Philosophieprofessor Lazarussohn ließ sich
taufen und änderte dabei seinen Namen in Lasson um.
Da meinte ein christlicher Kollege:
"Kaum will einer von ihnen den Unbeschnittenen markieren,
so beschneidet er seinen Namen."
Feiwel hat kürzlich zum Katholizismus konvertiert - nun
sitzt er an einem Freitag im Restaurant und ißt Braten.
Zufällig betritt der Priester, der ihn getauft hat, ebenfalls
das Restaurant, sieht ihn sündigen und sagt streng:
"Wie können Sie es wagen, am Freitag Fleisch zu essen?"
Feiwel: "Das ist kein Fleisch, das ist Fisch.
Der Priester: "Was für eine Frechheit ! Bin ich blind?"
Feiwel: "Und doch ist es Fisch ! Ich habe es genau so
gemacht wie Sie, Hochwürden.
So wie Sie zu mir dreimal gesagt haben:
>Du warst Jude, jetzt bist du Christ ! , so habe ich zum
Braten gesagt: Du warst Fleisch, jetzt bist du Fisch ! "
Ein jüdischer Versicherungsagent will sich taufen lassen.
Eine volle Stunde bleibt er beim Priester. Dann tritt er
schweißbedeckt aus der Türe.
"Nun, hat er dich getauft?" wollen die Freunde wissen.
"Nein", entgegnet der Agent, indem er sich den Schweiß
abwischt, "aber ich habe ihn versichert. "
Mandelkern läßt sich in Wien zum lutherischen Glauben
bekehren, obwohl hier Katholiken überall den Vorrang
haben, und er erklärt: "Wenn ich direkt Katholik werde,
fragt mich hernach jeder: >Was waren Sie zuvor? - Und
dann muß ich sagen: >Jude.
Wenn ich mich aber jetzt katholisch taufen lasse, und es
fragt mich einer, was ich vorher war, kann ich ihm ant-worten:
>Lutheraner"
Der Angestellte hat sich taufen lassen.
Am Tage darauf legt er seinem Chef ein Konzept vor, das
nicht Kopf noch Fuß hat, worauf der Chef ärgerlich aus-ruft:
"Erst vierundzwanzig Stunden ein Goi - und schon
ein Chammer (Esel) !"
Blau und Grün gehen an einer Kirche vorbei und überle-gen,
ob es nicht für das Geschäft günstiger sei, sich
taufen zu lassen. Blau zögert noch, aber Grün faßt sich
ein Herz, und mit einer größeren Spende für die Kirchen-
kasse bringt er es fertig, die Kirche eine halbe Stunde
später getauft zu verlassen.
Blau hat draußen gewartet und fragt neugierig: "Na,
erzähl: hat man dich angetröpfelt mit Weihwasser?"
Grün, streng: "Kusch, Saujud ! "
Die Methodistenkirche einer amerikanischen Stadt hat für
ihr hunderttausendstes Mitglied eine Prämie von zehn-tausend
Dollar ausgesetzt. Kohn gelingt es, den Pfarrer
gegen eine Provision von zehn Prozent zu überreden, es
so einzurichten, daß er das hunderttausendste Mitglied
wird.
Kaum zu Hause, bestürmt ihn seine Frau um einen neuen
Pelzmantel, sein Sohn um ein Darlehen und seine Toch-ter
um ein Auto.
Als auch noch die jüdische Köchin eine Bitte vorbringt,
wird er ärgerlich: "Kaum kommt ein Goi zu Geld, kom-men
die Juden und ziehen es ihm aus der Tasche ! "
Fleckeles hat frisch konvertiert. Gleich bei der ersten
Beichte stiehlt er dem Pfarrer die Uhr und beichtet:
"Ich habe eine Uhr gestohlen. Es bedrückt mich. Darf ich
die Uhr Ihnen übergeben, Hochwürden. "
Pfarrer: "Was fällt Ihnen eigentIich nehme sie nicht.
Geben Sie sie dem Eigentümer zurück. "
Fleckeles:
"Das habe ich eben versucht. Er will sie nicht. "
Eine Zeitlang bekamen im alten Österreich frisch zum
Katholizismus Bekehrte eine kleine Geldprämie von der
Kirche. Der alte Kaplanowitzsch, ein armer Teufel, läßt
sich plötzlich taufen. Vorwürfe von allen Seiten.
"Kann mir vielleicht einer von euch sagen", erwidert
Kaplanowitsch erbittert, "wo ich sonst das Geld für die
Mazze hergenommen hätte?"
"Papi, wie alt muß man sein, um Jude zu werden?"
"Aber Schatzi, das hat doch nichts mit dem Alter zu tun!
"
"Doch Papi, schau: ich bin noch ganz klein, und ich bin
christlich. Du und Mami sind schon etwas älter und seid
auch noch Christen. Aber Großpapa-der ist schon Jude !
Als sich vor dem Ersten Weltkrieg die Wiener Juden in
Massen taufen ließen und es als vornehm galt, die Taufe
in der Votivkirche vorzunehmen, sagten die Wiener:
"Dem Kirchendiener der Votivkirche steigt schon die
Schammesröte ins Gesicht!"
Antisemiten
"Verzeihung, sind Sie Antisemit?", fragt Moishe einen Mann am Bahnhof. "Nein, natürlich nicht. Ich habe jüdische Freunde." "Entschuldigen Sie bitte die Frage", sagt Moishe, geht weiter und fragt den Nächsten: "Sind Sie vielleicht Antisemit?" Auch dieser verneint empört. So geht es immer weiter, bis er schließlich an einen Mann gerät, der antwortet: "Und ob! Das sind doch alles Halsabschneider, die sich weltweit verschwören." "Wunderbar", sagt Moishe, "Sie sind ein ehrlicher Mann. Würden Sie bitte einen Moment auf meinen Koffer aufpassen?"
Moses will sich beim ZDF als Nachrichtensprecher
bewerben. Leider stottert er sehr stark. Er geht also mit
David zum Vorsprechen. David wartet vorm Studio bis
Moses betrübt wieder herauskommt.
"Nun, Moses, haben sie dich genommen?", fragt David
gespannt.
Antwortet Moses: "N-n-neiin, a-a-all-lle-es
A-A-Antis-s-semiten..."
Groucho Marx zum antisemitischen Bademeister eines
amerikanischen Klubs nach einem Badeverbot:
"Darf meine Tochter wenigstens bis zu den Hüften ins
Wasser? Sie ist nämlich nur Halbjüdin."
Auf der Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg
meinte der damalige Präsident Polens, Paderewski:
"Wenn man den Polen nicht alle ihre Forderungen erfüllen
wird, dann werden sie vor Wut alle Juden im Lande
schlachten."
Worauf Louis Matshal entgegnete:
"Und wenn man den Polen alle Forderungen erfüllen
wird, werden sie sich vor Freude betrinken und erst recht
alle Juden schlachten."
Antisemit: "Alles Unglück kommt nur von den Juden."
Jude: "Nein, von den Bicyclisten."
Antisemit: "Wieso von den Bicyclisten?"
Jude: "Wieso von den Juden?"
Die kleine Ilse: "Ich darf nicht mehr mit dir spielen, Moritzchen,
die Mama sagt, ihr Juden habt Jesus gekreuzigt."
Moritzchen: "Das haben wir ganz bestimmt nicht getan.
Das müssen Kohns von nebenan gewesen sein."
Im Wiener Stadtpark sitzen zwei Juden und klagen über
den Antisemitismus.
Da kommt ein Vogel vorbei geflogen und läßt etwas auf
Itzigs Hut fallen.
"Siehst du", sagt darauf Itzig bitter, "was ich dir gesagt
hab: für die Goim singen sie!"
Ein Mann in Belfast ist auf dem Weg vom Pub nach Hause.
Plötzlich kommt ein Kerl mit einer Pistole auf ihn zu:
"Katholik oder Protestant?"
Der Mann weiß nicht, was er antworten soll. Vor lauter
Angst, erschossen zu werden, antwortet er: "Ich bin Jude!"
Der andere Mann mit der Pistole strahlt über das ganze
Gesicht: "Oh Mann, ich bin wahrscheinlich der glücklichste
Araber in Belfast heute nacht!"
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