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Tips für Digitalkamera-Einsteiger

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Springen zu: Zubehör - Batteriesparen - Einstellungen - Grundregeln der Gestaltung - Einfache technische Tricks - Nachtaufnahmen - Porträts - Filter - Kamerakauf - Links -



Seit mehr als einem Jahr ist digitales Photographieren eines meiner Hobbies. Ich bin kein Profi, habe auch keine Erfahrungen mit analoger Photographie. Gelernt habe ich in der letzten Zeit recht viel, und zwar am meisten durch meine eigenen Fehler. Das Tolle am digitalen Photographieren ist, daß es keinen Materialverschleiß gibt und man außerdem jedes Bild sofort kontrollieren kann, ohne Wochen warten zu müssen, bis der Film voll und entwickelt ist. Dadurch kann man sehr gut Fehler verbessern.

Die nachfolgenden Tips sind eine Zusammenfassung der einfachsten Regeln, die man beachten sollte, wenn man als Einsteiger zur Digicam greift. Die Liste ist sehr verkürzt. Einen Profi wird sie sicher nicht machen und auch nicht erklären, wie man künstlerische Bilder macht. Wenn man diese Regeln einhält, bekommt man einfach schönere Bilder, die man gerne zeigt. Wenn viele Leute um ein Bild als Hintergrundbild für den Desktop bitten, dann ist es ein gutes Bild. Ok, das ist kein besonders künstlerischer Ansatz, aber was soll's? Man macht Photos, damit man sie gerne ansieht.

Zuallererst

  • Es ist wichtig, daß man sich die Zeit nimmt, die Kamera erst einmal genau zu studieren und das Handbuch zu lesen, bevor man sie zum ersten Mal mit auf eine Reise oder Unternehmung nimmt. Wenn die Sonne dann hinter der Golden Gate Bridge oder dem Eiffelturm untergeht, dann wird es zu spät sein, noch schnell herauszufinden, wie man Nichtbilder am besten macht.
  • Eine Digitalkamera verbraucht keinerlei Material. Am besten lernt man, wenn man mit der Kamera spielt und jede Menge experimentiert. Es spielt nämlich keine Rolle, ob man 10 oder 100 Bilder macht. Um ein gutes Bild zu machen, muß man viele Bilder machen und die meisten davon verwerfen. Und um viele gute Bilder zu machen, muß man sehr sehr viele Bilder machen, und die meisten davon verwerfen. Nur die besten wird man sich behalten oder sogar belichten lassen. (Übrigens - auch die Profis halten es nicht anders.)
  • Es zahlt sich auf jeden Fall aus, auch ein wenig die physikalischen Hintergründe und optischen Fachbegriffe anzusehen, zb. Belichtung, Farbtemperatur, Brennweite. Dadurch versteht man besser, warum ein Bild nicht so geworden ist, wie man es wollte. Die meisten Handbücher erklären diese Zusammenhänge sehr verständlich. Aber auch jede Internetseite oder ein Buch zur (analogen) Photographie kann gute Dienste leisten.

Zubehör

  • Man sollte genug Batterien besitzen. Ideal ist, wenn man immer ein vollgeladenes Set einsatzbereit dabei hat. Wenn im entscheidenden Moment die Batterien versagen und kein Ersatz da ist, kann man Gelegenheiten verpassen, die nie wieder kommen.
  • Eine gute Phototasche schützt die Kamera und ist außerdem viel bequemer, wenn man verschiedenes Zubehör immer mitnehmen möchte.
  • Ein Stativ ist sehr zu empfehlen. Für Nachtbilder wird es immer gebraucht. Auch für korrekt ausgerichtete Panorama-Einzelbilder ist ein Stativ gut. Auch wenn man in Räumen photographieren will, in denen das Blitzen verboten oder nicht wünschenswert ist (zb. große Kirchen) kommt das Stativ zum Einsatz. Und natürlich auch immer dann, wenn man ein Gruppenphoto machen will, auf dem man selbst abgebildet sein will. Die meisten modernen Digitalkameras sind sehr leicht und klein, sodaß ein kleineres Stativ vollkommen ausreicht. Sogar ein Taschenstativ, das man immer dabeihat, ist ausreichend.
  • Viele größeren Stative haben eine Wasserwaage eingebaut. Die kleineren meistens nicht. Eine Wasserwaage ist unerläßlich, wenn man in kompletter Dunkelheit ein perfekt horizontal ausbalanciertes Bild bekommen möchte. Deswegen gibt es winzige Wasserwaagen speziell für Photographen, die man als Schlüsselanhänger an die Phototasche klemmt, damit sie immer einsatzbereit sind.

Batteriesparen

  • Wenn die Kamera über längere Zeit im Einsatz sein wird, ist es besser sie nicht auszuschalten, sondern zu warten bis sie von selbst in den Sleep Mode schaltet. Das Objektiv abdecken nicht vergessen, um Kratzer oder direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Das Booten der Kamera und das Ausfahren des Zooms (wenn vorhanden) verbraucht viel Strom.
  • Die Kamera nicht im Auto-Mode eingeschalten lassen. Dabei wird der Blitz ständig auf Bereitschaft gehalten, auch wenn man ihn gar nicht braucht. Das verbraucht unnötigen Strom.
  • Wenn möglich sollte man den großen Bildschirm (oder überhaupt den Bildschirm, wenn man einen optischen Sucher hat), nur in Notfällen benutzen. Der LCD-Schirm ist der Hauptstromverbraucher.

Einstellungen

  • Die wichtigste Regel: Das perfekte Bild machen und sich nicht auf softwarebasierte Retouche am Computer danach verlassen. Wenn ein Bild schlecht ist, dann wird es hinterher nicht mehr allzuviel besser. Unscharfe oder stark über- bzw. unterbelichtete Bilder kann man nicht reparieren. Informationen die nicht aufgezeichnet wurden, kann der Computer auch nicht herzaubern.
  • Immer die höchstmögliche Auflösung benutzen. Wer eine 3-Megapixel-Kamera gekauft hat und dann ständig mit 2 Megapixeln photographiert, hat einfach viel Geld zum Fenster hinausgeworfen. Wenn nötig, ein paar Speicherkarten kaufen. Das zahlt sich aus.
  • Bei manchen Kameras ist der Weißabgleich nicht perfekt kalibriert, wenn man mit Automode Bilder macht. Einfach mal verschiedene Einstellungen ausprobieren. Wenn eine Szene mit ungewöhnlichem Licht beleuchtet ist (zb. Natriumdampflampen) sollte man einen manuellen Weißabgleich machen.
  • Für Landschaftsbilder kann man die Kamera nachschärfen lassen. Bei Porträts ist es umgekehrt - die sollen weichgezeichnet werden. Viele Kameras haben eigene Voreinstellungen für diese beiden Situationen, bei denen auch die Blendeneinstellung mitberücksichtigt wird.
  • Den Digitalzoom kann man getrost vergessen. Meiner Meinung nach ist er ein komplett überflüssiges Feature, das nur der Verkaufssteigerung durch Schwindel dient ("15x Zoom!"- in Wirklichkeit ist es 3x). Jedes Paint-Programm vergößert Pixel besser als die Kamera.

Grundregeln der Gestaltung

  • Der "Goldene Schnitt" ergibt ausgewogene und ästhetisch ansprechende Bilder. Vereinfacht kann man das Bild in Gedanken in drei Dritteln aufteilen. Wichtige Motive können an den Schnittstellen der gedachten horitontalen und vertikalen Linien positioniert werden. Manche mögen diese Dinge altmodisch nennen. Aber man beachte, daß sich Künstler aller Richtungen seit mehreren Tausend Jahren dieser Regel bedienen.
  • Horizontale Linien wie Dächer müssen unbedingt auch wirklich gerade sein. Besonders der Horizont selbst MUSS gerade sein. Es gibt nichts schlimmeres als ein Bild, bei dem das Wasser an einem Eck herauszurinnen scheint. Dabei sollte man wirklich aufpassen: Ist das Bild schief, muß man beim Reparieren durch Drehen entweder das Bild verkleinern oder durch Klonen an den Rändern leere Stellen ausfüllen. Ansonsten verliert man Pixel.
  • Große leere Flächen müssen vermieden werden. Ein Bild, das zu 2/3 aus blauem Himmel besteht, ist langweilig und unproportioniert.
  • Apropos Horizont: Wenn es zu schwierig ist, das Bild korrekt auszurichten, sollte man zur Wasserwaage greifen. Manchmal ist es schwer, die Kamera wirklich gerade zu bekommen, besonders wenn man nur auf den Bildschirm sieht. Also wenn die Kamera am Stativ steht, immer die Wasserwaage einsetzen. Die wenigen zusätzlichen Sekunden garantieren ein gelungenes Bild.

Einfache technische Tricks

  • Durch Unschärfe des Hintergrunds kann man die Aufmerksamkeit des Betrachters auf bestimmte Objekte lenken. Für Porträts ist das eine generelle Regel. Diesen Effekt erzeugt man, indem man die Blende öffnet oder weiter weg geht und auf das Objekt zoom. Im Makromodus ist der Hintergrund immer unscharf, da die Schärfentiefe gering ist.
  • Wenn man sich nicht sicher ist, welche Einstellung das beste Ergebnis liefert (zb. Belichtungszeit, Blende), macht man am besten mehrere Photos mit verschiedenen Einstellungen. Später kann man die Bilder am Computer kontrollieren und nur das beste Bild behalten. Dieses Verfahren wird Bracketing genannt. Die meisten Kameras machen automatisch eine Belichtungsreihe.
  • Die meisten glauben, daß wenn es dunkel ist, wird geblitzt, und wenn es hell ist, dann nicht. Am besten soll man den Blitz aber so weit wie möglich vermeiden, wenn es dunkel ist. Wenn kein bewegliches Objekt im Motiv ist, ist es auf jeden Fall besser, die Kamera auf ein Stativ zu stellen und länger zu belichten als zu blitzen. Das natürliche Umgebungslicht erzeugt einen lebendigeren und realistischeren Eindruck als der künstliche kalte Blitz. Die Atmosphäre des Nachtclubs im nebenstehenden Bild würde durch einen Blitz zerstört werden. In großen weiten Räumen wie Kirchen darf man nicht blitzen: Der Blitz würde nur ein paar Meter ausleuchten und den Rest des Gebäudes in Dunkelheit hüllen.
  • Wenn man ein Motiv photographieren will, das sich im Schatten befindet, während der Rest des Bildes voll Sonnenschein ist, muß geblitzt werden. Dasselbe gilt für Photos gegen die Sonne. Normalerweise blitzt die Kamera bei Sonnenschein nicht. Man muß sie dazu zwingen, den Aufhellblitz zu benutzen. (Bei billigeren Kameras wird der Blitz keinen Effekt haben, weil er zu schwach ist und gegen die Sonne nicht ankommt.) Falls irgendwer dumm guckt, weil mitten am Tag geblitzt wird - keine Bange, dumm gucken werden dann jene, die schwarze Gesichter auf ihren entwickelten Filmen sehen werden...
  • Jede Kamera fokussiert immer auf die Bildmitte. Deswegen positionieren die meisten Anfänger jedes Motiv in die Bildmitte. Aber meistens wirkt ein Bild besser, wenn das Hauptmotiv eben nicht in der Mitte steht. Um es trotzdem scharf zu bekommen, muß man zuerst auf das Objekt zielen, dann den Auslöser halb gedrückt halten, dann zur endgültigen Kameraposition schwenken und dann den Auslöser ganz herunterdrücken. Durch das Halbdrücken wird der Fokus gespeichert.
  • Um sich schnell bewegende Objekte wie Vögel im perfekten Augenblick zu erwischen, kann man das Serienbild-Feature benutzen. Durch Gedrückthalten des Auslösers schießt die Kamera in rascher Reihenfolge ein Bild nach dem anderen - bis der RAM voll ist. Nach 8-15 Bildern werden sie alle auf einmal gespeichert. Hinterher kann man in Ruhe das Bild aussuchen, das am besten gelungen ist, und die anderen löschen.

Nachtaufnahmen

  • Für Nachtaufnahmen braucht man wegen der langen Belichtungszeit generell ein Stativ. Hat man es zuhause vergessen, muß man sich Plätze suchen, wo man die Kamera abstützen kann, zb. eine Mauer.
  • Die Wasserwaage sollte unbedingt zum Einsatz kommen. Auf dem winzigen Display ist es sehr schwer abzuschätzen, ob das Bild gerade ist. Ein schiefes Bild ist schwer wieder zu reparieren, ohne Pixel wegschneiden zu müssen.
  • Manche Kameras haben vorprogrammierte Nachtbild-Einstellungen. Ich bevorzuge die manuelle Einstellung, weil man damit die Belichtung direkt kontrollieren kann. Manche Motive wirken besser, wenn sie länger belichtet werden als die Kamera vorschlägt.
  • Will man einen beleuchteten Vordergrund und einen nächtlichen Hintergrund gleichzeitig aufs Bild bekommen (zb. eine Person vor einem beleuchteten Gebäude), kommt die Slow-Funktion des Blitzes zum Einsatz. Man nennt dies auch Langzeitsynchronisation. Die Kamera wird zuerst blitzen, um die Person zu beleuchten, und dann ein paar Sekunden weiterbelichten, um den Hintergrund einzufangen. Wird ein normales Blitzprogramm gewählt, wird das Ergebnis eine beleuchtete Person vor schwarzem Hintergrund sein.
  • Solange der Verschluß geöffnet ist, dürfen sich eventuelle Personen nicht bewegen! Am besten auf das akustische Signal für das Speichern des Bildes warten.
  • Bewegliche Objekte, die selbst nicht leuchten, werden bei langer Belichtungszeit unsichtbar (deswegen der durchsichtige Kopf). Wenn das bewegliche Objekt leuchtet, wird es verschwommen und verschmiert dargestellt. Autolichter erzeugen neon-artige Streifen. Beleuchtete Wasseroberflächen sehen wie Eis aus.
  • Lange Belichtungszeiten fangen mehr Licht ein, als das Auge sehen kann. Dadurch entstehen interessante Effekte. Die Welt erscheint in ungewöhnlichen Farben.
  • Wenn farbiges Licht störend wirkt (z.B. Natriumdampflampen), ist ein manueller Weißabgleich nötig.
  • Die Kamera darf nicht bewegt werden, sobald der Verschluß geöffnet ist. Im Notfall den Selbstauslöser benutzen, wenn keine Fernbedienung vorhanden ist.

Porträts

  • Kamera um 90 Grad drehen, um das klassische Format zu wählen (muß aber nicht sein).
  • Die Sharpness sollte auf Soft eingestellt werden, damit man Falten und Hautunreinheiten nicht betont sieht.
  • Den Hintergrund unscharf machen, indem man die Blende öffnet. Die Porträt-Voreinstellung macht dies automatisch.
  • Das dominante Auge ist meistens mittig positioniert.
  • Es spielt keine Rolle, wer oder was auf dem Porträt zu sehen ist. Ob Mensch oder Katze - die Regeln sind dieselben.
  • Ein paar Schritte zurückgehen und auf die Person zoomen anstatt ihr die Kamera mitten ins Gesicht zu halten. Bei Weitwinkeleinstellung wird die Nase riesig und das Gesicht verzerrt. Außerdem wird durch das Zoom der Hintergrund automatisch schön unscharf.
  • Nicht Grinsen oder in die Kamera glotzen! Das sieht gestellt und unnatürlich aus. Die besten Porträts entstehen, wenn die Person nicht merkt, daß sie photographiert wird.
  • Das Gesicht einpudern, wenn die Person schwitzt. Glänzende Haut sieht schlecht aus. Weiße Lichtreflexe im Gesicht lassen sich später schwer retuschieren, da ein Gesicht immer Gefahr läuft, unnatürlich zu wirken, wenn man zuviel manuell daran herumeditiert...
  • Vorsicht mit dem Blitz! Er kann häßliche Schatten hinter dem Kopf erzeugen und sich störend in Brillen spiegeln. Rote Augen lassen sich oft nicht vermeiden und müssen herausgefiltert werden. Am besten wie immer ganz ohne Blitz photographieren.
  • Ist die porträtierte Person eine Frau, kann man das Bild am Computer mit einem speziellen Hautfilter retouchieren, wobei ein perfektes Make-Up entsteht. Genau so werden Covers von Modemagazinen bearbeitet. Aber Finger weg von Männergesichtern. Der Filter läßt sie aussehen wie Drag Queens...

(Optische) Filter

  • Fast alle in der analogen Fotografie verwendeten Filter sind überflüssig, wenn man digital fotografiert. Farbschattierungen, Farbtemperatur und sogar Spezialeffekte wie sternchenförmige Lichtquellen kann man hinterher am Computer darüberlegen - oft sogar besser als mit der herkömmlichen Methode. Nur einige wenige Filter sind nach wie vor von Nutzen.
  • Die Wirkung eines Polarisationsfilter kann nur sehr schwer bis gar nicht im nachhinein simuliert werden. Das Polfilter eliminiert Spiegelungen und sorgt für satte Farben. Der tiefblaue Postkartenhimmel in Prospektfotos ist meistens das Ergebnis eines Polfilters. Im Beispielbild, das gegen die Sonne aufgenommen wurde, eliminiert das Polfilter die Spiegelungen auf der Wasserobfläche und verstärkt die Farben.
  • Eine Eigenschaft eines Fotos, die im nachhinein nicht mehr verändert werden kann, ist die Belichtungszeit. Unterbelichtete Stellen lassen sich nicht einfach durch Hellermachen korrigieren. Dasselbe gilt umgekehrt für Überbelichtete. Der Computer kann keine Daten dazuzaubern, die vorher zerstört worden sind (überbelichtet) oder mangels Zeit gar nie entstehen konnten (unterbelichtet), sodaß die Korrektur zu starken Qualitätsverlusten (Verpixelungen, Farbfehler) führt. Bei Landschaftsaufnahmen ist der Himmel meistens sehr viel heller als die Landschaft. Belichtet man die Landschaft richtig, wird der Wolkenhimmel weiß. Will man die Wolken korrekt belichten, wird die Landschaft schwarz. Ein Verlaufsfilter verhilft zu einem korrekt belichteten Bild mit natürlichem Eindruck. (Bild in der Mitte: Verlaufsfilter. Links und Rechts: Ohne.)
  • Neutrale Graufilter verlängern die Belichtungszeit künstlich. Bewegte Objekte wie fahrende Autos lassen sich verschwommen abbilden. Typische Situation für den Einsatz dieses Filters: Fließendes Wasser oder Wasserfälle. Hat die Kamera ein kleines Objektiv, kann schon eine Sonnenbrille notfalls diese Aufgabe übernehmen. Weißabgleich aber nicht vergessen, da viele Sonnenbrillen nicht neutral grau sind :-D

Bildbeispiele - vorher/nachher: Mit Zubehörteilen bessere Fotos machen

Zum Kamerakauf

Bei aller Begeisterung über die digitale Kamera darf man nicht vergessen, daß sie immer noch vor allem eines ist: eine Kamera. Wie jede Kamera erzeugt sie das Bild durch das optische Linsensystem, während der digitale Anteil nur das Licht in Daten umwandelt und speichert. Deswegen sollte man diese Dinge beim Kauf beachten:
  • Immer nach dem Linsenhersteller fragen. Die meisten Digikams werden heute nach rein digitalen Features beworben, vor allem nach Megapixeln. Aber ist es ist wirklich so, daß eine 5-Megapixel-Kamera mit generischer Optik viel schlechtere Bilder erzeugt als eine 2-Megapixel mit Markenlinse. Sogar bei der Vergrößerung sieht man den Unterschied.
  • Je kleiner die Kamera desto besser, keine Frage. Aber man darf nicht vergessen, daß eine kleine Öffnung weniger Licht hindurch läßt als eine große. Dies ist eine physikalische Gegebenheit. Also bei kleinen Kameras immer darauf achten, daß das Objektiv nicht nur ein winziges Loch ist.
  • Zoom ist etwas Wunderbares. Man kann entfernte Dinge heranholen und interessante Design-Effekte erzielen. Doch sehr oft wird mit "digitalem Zoom" geworben, das zwar sehr modern klingt, in Wirklichkeit aber an Betrug grenzt. Digitaler Zoom bedeutet nichts anderes als das Bild aufzublasen. Denselben Effekt kann man - nur besser! - in jedem Paint-Programm erzeugen. Ein echter Zoom ist immer optisch, also analog. Seine Größe wird als Brennweite "von bis" auf dem Objektiv angegeben.
  • Je nach geplantem Gebrauch sollte man entweder auf eine gute Automatik Wert legen (wenn man Urlaubsschnappschüsse machen will) oder auf eine vollständig manuelle Einstellung (wenn man semi-professionelle Bilder machen will).
Eine Digitalkamera ist einerseits ein tragbares Gerät und andererseits wieder an einen Computer gebunden. Damit man möglichst bequem mit dem Gerät umgehen kann, sollte man folgende Punkte beachten. Es sind dieselben Überlegungen, die auch für MP3-Player gelten.
  • Keine herstellerspezifischen Teile:
    • Wer herstellerspezifische Speichermedien (Flash, Minifestplatten, Mini-CDs) benutzt, kann diese auch nur bei einem einzigen Hersteller und Händler kaufen. Dies wirkt sich natürlich negativ auf Preis und Verfügbarkeit aus. Sollte man auf einer längeren Reise Speicher nachkaufen wollen, kann das zum Problem werden.
    • Herstellerspezifische Batterien ergeben ein ähnliches Problem. Sie schränken das Gerät ebenso ein. Wer zusätzliche Batterien braucht, ist auf den Hersteller angewiesen. Auf Reisen - und das ist wichtigste Zeit für die Digicam - ist das gar nicht gut.
    • Jedes USB-Gerät kann als einfacher Plug&Play-Wechseldatenträger konzipiert werden, der auf jedem Betriebsystem, sei es Windows oder Linux, erkannt werden kann. Der Zwang zu herstellerspezifischen Übertragungssoftwares ist völlig überflüssig und lästig.
  • Keine eingebauten Teile:
    • Eine fest eingebaute Batterie ist ein KO-Kriterium für jedes tragbare Gerät, sei es eine Kamera oder ein Mp3-Walkman, auch wenn diese als "Hochqualitative ausdauernde Li-Ion oder Lithium-Polymer Batterie" angepriesen wird. Denn es spielt letztendlich keine Rolle wie lange die Batterie hält: Es kann prinzipiell immer passieren, daß sie eben genau dann leer wird, wenn man das Gerät benutzen will. Und dann kann man nicht einfach zur nächsten Tankstelle fahren und ein Viererpack Alkali-Mignonzellen kaufen. Man kann dann eben keine Photos machen und hat Pech gehabt!!
    • Eingebauter Speicher ist selten bei Digitalkameras. Er ist eher bei MP3-Playern zu finden. Auch dies ist ein KO-Kriterium. Eingebauter Speicher kann nicht erweitert oder ausgetauscht werden. Außerdem ist man an das Gerät zur Dateiübertragung gebunden. Man kann keinen Kartenleser benutzen.

    Da dies keine kommerzielle Seite ist, werde ich keine firmenspezifische Kaufempfehlungen geben. Grundsätzlich ist es sicher besser, auf aus der analogen Fotografie bekannte Marken zurückzugreifen.

    Dynamic Range Increase (DRI) Anleitung

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